Das Sprechen in Zungen

  1. Was versteht man unter „Sprechen in anderen Zungen“?
  2. Kann man gerettet sein, ohne in anderen Zungen zu sprechen?

 1. Was versteht man unter „Sprechen in anderen Zungen“ ?

Die christliche Kirche begann mit dem Pfingsttag (50 Tage, nachdem Jesus Christus gekreuzigt wurde), als Gott die Gabe des Heiligen Geistes auf Seine Jünger ausgoß. Dies ist beschrieben in Apostelgeschichte, Kapitel 2: „Und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu reden in andern Zungen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen“ (APOSTELGESCHICHTE 2:4).

Zu dieser Zeit fand in Jerusalem eine Zusammenkunft statt. Die Leute wunderten sich über das, was dort geschah, und fragten: „Wie hören wir denn einen jeden in unserer eigenen Sprache, darin wir geboren sind?“ (APOSTELGESCHICHTE 2:8, KJV). „Und sie waren alle erstaunt und zweifelten und sprachen zueinander: Was bedeutet dies?“ (APOSTELGESCHICHTE 2:12, KJV). Einige unterstellten den Jüngern sogar, betrunken zu sein!

Aber Petrus stand auf und sprach zu ihnen: „Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnt; es ist ja erst die dritte Stunde am Tage; sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt ist: Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch ...“ (APOSTELGESCHICHTE 2:15-17). Er sagte ihnen, daß nun, da Jesus im Himmel war, der Heilige Geist gekommen sei (siehe auch JOHANNES 14:26): „Da er nun zu der Rechten Gottes erhöht ist und empfangen hat die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dies, was ihr jetzt SEHT und HÖRT“ (APOSTELGESCHICHTE 2:33).

Dasselbe Muster wiederholt sich durch das gesamte Neue Testament hindurch: Wann immer Menschen den Heiligen Geist empfangen, manifestiert sich dies durch das Sprechen in anderen Zungen. Zum Beispiel wußten die Jünger in Apostelgeschichte, Kapitel 10, daß auch die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes empfangen hatten „DENN SIE HÖRTEN, DASS SIE IN ZUNGEN REDETEN und Gott hoch priesen ...“ (APOSTELGESCHICHTE 10:45-46).

Weitere Schriften über die Taufe im Heiligen Geist, manifestiert durch das Zeichen des Sprechens in anderen Zungen, können in unseren Bibelstudien über die Taufe im Heiligen Geist und das Sprechen in anderen Zungen, gefunden werden.

Das Sprechen in anderen Zungen ist das sichtbare Zeichen für den Empfang des Heiligen Geistes. Es ist eine Sprache, die du nicht lernen kannst, sondern die dir als Gabe von Gott gegeben wird, sobald du den Heiligen Geist empfängst. Diese Sprache kann manchmal auch von anderen verstanden werden (APOSTELGESCHICHTE 2:8) ist aber für gewöhnlich eine unbekannte Sprache, die für das private Gebet und für die Anbetung Gottes gedacht ist: „Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn; im Geist aber redet er Geheimnisse“ (1. KORINTHER 14:2). „Denn wenn ich in Zungen bete, so betet mein Geist ...“ (1. KORINTHER 14:14).

Wenn du in dieser neuen Sprache betest, redest du direkt zu Gott und brauchst nicht länger „unnütze Gebetsformeln“ zu wiederholen, sondern bist frei, Gott „im Geist“ zu preisen. Tatsächlich hat Gott diese Beziehung zu Seinem Volk bereits im Buch Jesaja prophezeit: „Wohlan, er wird einmal mit unverständlichen Lippen und mit einer andern Zunge reden zu diesem Volk ...“ (JESAJA 28:11).

Gegenwärtig haben ungefähr 500 Millionen Menschen in der ganzen Welt diese Erfahrung mit dem Heiligen Geist gemacht. „Darum SIND DIE ZUNGEN ZUM ZEICHEN nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen ...“ (1. KORINTHER 14:22).

Es gibt noch viele weitere Schriften, die uns von dem Nutzen des Betens in anderen Zungen berichten, und der Apostel Paulus, der mächtig von Gott benutzt wurde, sagte, daß er selbst mehr in Zungen rede als irgend jemand anderes! (Siehe 1. KORINTHER 14:18).

In unseren Bibelstudien haben wir noch weitere Gründe gesammelt, warum wir im Geist beten sollen.

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2. Kann man gerettet sein, ohne in anderen Zungen zu sprechen?

Die Bibel verdammt diejenigen nicht, die nicht in Zungen sprechen. Gottes Wort spricht von „Gläubigen“, wie Kornelius in Apostelgeschichte 10, der ein frommer und gerechter Mann vor dem Angesicht Gottes war. Während viele bekennende Christen sicherlich 'Gläubige' sind, müssen sie auch darauf achten, dem „ganzen Ratschluß Gottes“ (APOSTELGESCHICHTE 20:27) zu folgen, ebenso wie Gott Petrus schickte, um Kornelius zu erklären, „was du tun sollst“ (APOSTELGESCHICHTE 10:6).

Menschen, die „Jesus ihr Herz gegeben, eine Entscheidung für Christus gemacht haben etc. etc.“, haben vor Gott Buße getan und sind offensichtlich „Gläubige“. Sie müssen nun „vorangehen“ und die Fülle suchen, die Gott bereithält (EPHESER 3:19). „Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn geglaubt hatten: WENN IHR IN MEINEM WORTE BLEIBT, SO seid ihr wahrhaftig meine Jünger“ (JOHANNES 8:31). Das bedeutet, daß ein Mensch, der gerettet ist, seine „frei empfangene Errettung“ verlieren wird, wenn er nicht WEITERGEHT und gemäß MATTHÄUS 28 etc. ein JÜNGER wird.

Die Errettung wird verglichen mit einem „Geburtsvorgang“. Am Anfang ist es einfach, wenn Gott einmal Glauben gegeben hat. Aber wenn es dann darum geht, weiterzugehen und in Christus zu wachsen und sich als ein Jünger darauf vorzubereiten, Ihn zu treffen, beginnt das wirkliche christliche Leben. Ohne aber trainiert und gelehrt zu werden, kann der Christ bereits in einem frühen Stadium stagnieren und wird nicht zu dieser Fülle in Christus kommen, zu der Gott uns in unserem Wandel führen will.

Wie Petrus am Pfingsttag predigen auch wir APOSTELGESCHICHTE 2:37-39: „Tut Buße und ein jeglicher von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes“, denn wir wollen, daß jeder in die Fülle kommt, die Gott bereit hält. Nach unserer eigenen Erfahrung empfangen 80% und mehr unserer Mitglieder den Heiligen Geist bereits, bevor sie getauft werden. Dennoch ist das „Sprechen in Zungen“ nicht das zentrale Thema - wir suchen nicht die Gabe, sondern den Geber. Christen müssen auf den Herrn Jesus Christus schauen und Ihn als ihren Erlöser anrufen. Die meisten empfangen den Heiligen Geist und sprechen wenige Sekunden, nachdem sie angefangen haben, Gott zu suchen, in Zungen... und manchmal mit viel Kraft.

Wir möchten alle ermutigen, weiterzugehen und die Erfüllung mit dem Heiligen Geist zu empfangen ... nicht bloß, damit sie „es können“, sondern weil wir nicht wollen, daß irgend jemand irgend etwas verpaßt und weil wir fest glauben, daß das Erlebnis und das Beispiel, dem die ersten Jünger folgten, wirklich für jeden IST. Jesus sagte Seinen Jüngern, daß sie in Jerusalem warten sollten (APOSTELGESCHICHTE 1:8) - wo sie die KRAFT empfangen sollten, um Seine Zeugen in der ganzen Welt zu sein. Gott warnt uns, „... Durch Männer mit andern Zungen und andern Lippen werde ich zu diesem Volk reden, und trotz alledem werden sie mich nicht hören, spricht der Herr“ (1. KORINTHER 14:21). Einige der letzten Worte von Jesus an Seine Jünger zeigen uns, daß Zungen eines der „mitfolgenden Zeichen“ Seiner Kirche sind: „Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: ... mit neuen Zungen reden ...“ (MARKUS 16:17).

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