Aus Depression und Einsamkeit gerettet

Stefanie - Brisbane, Australien

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Hallo Ihr alle,

Grüβe aus dem sonnigen Brisbane in Australien! Ich möchte Euch gerne erzählen, wie ich aus Depressionen und Einsamkeit errettet und von schwerwiegenden Kopfverletzungen, die ich mir bei einem Unfall zugezogen hatte, geheilt wurde.

Nachdem ich das Gymnasium in Deutschland abgeschlossen hatte, begann ich mit dem Studium in einer anderen Stadt, in Landau. Obwohl es nicht so weit weg war, von zu Hause, war ich dort ziemlich alleine. Schließlich lernte ich ein anderes Mädchen, das Antja hieß, welches genauso alt war wie ich (20) und ich genoß es sehr, mit ihr zusammen zu sein. Mit der Zeit fand ich heraus, daβ sie ein engagierter Christ war. Sie redete offen und kühn darüber, daβ die Bibel die Wahrheit sei, und ich wuβte, daβ sie nicht lügt. Zu dieser Zeit, fragte ich mich, was eigentlich der Sinn des Lebens sei. Ich fühlte mich leer! Einige Jahre zuvor, hatte ich sogar über Selbstmord nachgedacht.

Mit der Zeit entwickelten wir eine Freundschaft und sie lud mich oft in ihr Haus ein, welches sie mit anderen Studenten teilte. Bereits seit einigen Monaten, lud sie mich wiederholt ein, ihre Famile und Freunde, in ihrer Heimatstadt Braunschweig, zu besuchen. Während unserer Sommerferien in 1986 kam ich für einige Tage mit, um ihre Familie und Freunde kennenzulernen. Herausragend, war für mich, die fürsorgliche Art von Antje und ihren Freunden. Sie zeigten mir die Stadt und kümmerten sich sehr gut um mich. Ganz eindeutig hatten sie etwas besonderes, was ich nicht hatte und lebten mir die Bibel in einer praktischen Weise vor. Am Sonntagnachmittag, begleitete ich sie zu einer Versammlung. Dort sprachen sie über die Wichtigkeit der Taufe im Heiligen Geist.

Am darauffolgenden Dienstag, hatte ich eigentlich geplant, für drei Wochen, nach Bayern zum Zelten zu fahren. Aber, was ich von diesen Christen gehört und gesehen hatte, nahm mich gefangen. Ich wuβte, sie hatten etwas, was ich auch haben wollte und somit entschied ich mich, getauft zu werden. Ich wollte nicht wegfahren, bevor ich nicht von Gott das selbe erhalten hatte, was diese Leute besaβen. Nach meiner Taufe, in einem nahegelegenen See, gingen wir zum Haus von Antjes Eltern, um für das Empfangen des Heiligen Geistes zu beten. Ich hatte ziemliche Angst vor dieser Erfahrung, aber nach einiger Zeit bemerkte ich, daβ ich flieβend in einer unbekannten Sprache reden konnte! Das war das „Zungenreden˝, worüber die Bibel berichtet.

Dies prägte den Schritt in ein neues Leben für mich. Obwohl ich weg in Bayern war, blieb ich in engem Kontakt mit meinen neuen Freunden. Das erste Buch, daβ ich laβ, war, „Das Kreuz und die Messerhelden˝ von David Wilkerson, welches die erstaunliche Geschichte über die Bekehrung von Drogenabhängigen in New York erzählt. Ich verschlang die Psalmen im Alten Testament, weil ich oft wie König David fühlte, der die meisten Psalmen geschrieben hat.

Meine Lieblingsschrift war in 2. KORINTHER 5:17 „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe es ist alles neu geworden!˝

Ich war froh, die Vergangenheit zu vergessen und etwas Neuem entgegenzusehen. Mit Blick auf diese Schrift, verbesserte sich die Beziehung zu meiner Famile sehr. Es war, als ob Mauern, Stück für Stück, zerfallen würden. In der Vergangenheit, hatte ich nie viel mit meinem Vater gesprochen, aber als ich ihn zu Hause wiedertraf, gab ich ihm eine Umarmung. Man muß nur den ersten Schritt wagen! Nach meiner Behkehrung, lernte ich und lerne noch immer, mit Hilfe meiner Freunde, mit anderen zu kommunizieren. Dies war etwas, was ich vorher niemals richtig gelernt hatte.

Einige Monate nach meiner Taufe, flogen ungefähr 80 Leute aus der Kirche zu Besuch nach Australien. Ich versuchte Urlaub für diese Zeit zu bekommen und Preis den Herrn, alles lief gut für mich, so daß ich die anderen, auf der Reise zum anderen Ende der Welt begleiten konnte! Absolut erstaunlich! Es war groβartig zu dieser Gruppe von Menschen zu gehören, die aus verschieden Verhältnissen und verschiedenen Ländern kamen und ich lernte mehr über das Leben und die Geschichte der Gemeinde. Während dieser 4 Wochen lernte ich viele verschiedene Menschen kennen und besuchte Städte wie Sydney, Melbourne und Adelaide! Die Strände waren herrlich und ich erinnere mich noch ganz lebhaft daran, wie sehr mich die hohen Wellen beeindruckten. Ich dachte, daß, wenn Gott dies alles so wunderschön erschaffen hat, er tatsächlich sehr mächtig sein müsse.

Nachdem wir zurück in Deutschland waren, fing ich trotzdem an abzudriften. Ich begann meinem Studium den ersten Platz in meinem Herzen einzuräumen und hatte eigene Pläne für mein Leben. Aber dann, hatte ich, auf dem Weg zur Schule, einen Fahrradunfall. Ich erlitt ernsthafte Kopfverletzungen und fiel in ein Koma. Die Ärzte entfernten ein Blutgerinnsel, aber mein Kiefer und meine Nase waren gebrochen, sowie die Knochen unter meinem rechten Auge. Abgesehen von den vielen Schrammen in meinem Gesicht, waren meine beiden Augen in Ordnung. Nach einer 8-stündigen Operation, wachte ich auf der Intensivestation auf.

Anfänglich, bat ich eine der Krankenschwestern mir aus der Bibel vorzulesen, da ich dazu selbst nicht in der Lage war. Ich wählte Schriften aus dem 2. Kapitel der APOSTELGESCHICHTE, damit die Krankenschwestern auch etwas über das Empfangen des Heiligen Geistes hören konnten.

Ich war äußerst glücklich, daβ ich überlebt hatte. Trotz der Umstände und meinem ernsthaft verletzten Körper, fühlte ich mich innerlich erneuert. Ich war voller Glauben und verlieβ mich auf Gottes Stärke und nicht auf meine eigene. Ich nutzte die Zeit im Krankenhaus, um vielen Leuten vom Herrn zu erzählen. Nach nur 3 Wochen ging ich wieder in die Versammlungen und lobte den Herrn aufrichtig für seinen Schutz und meine komplette Heilung. Ich begann sogar Gitarre zu spielen, um Ihn zu preisen. Antje hatte mir eine alte Gitarre gegeben. Es war auch toll, daβ mich Freunde, von weit weg, besuchen kamen. Eine von den Studenten, Patricia, die eine Bekannte von Antje und mir war, wurde auch sehr vom Wort berührt und wurde bald darauf gerettet.

Monate später, nahm ich mein Studium mit einer anderen Einstellung wieder auf. Ich wuβte, daβ es bei Gott keine „Zufälle˝ gibt und er jede Situation unter Kontrolle hat und die Leben der Menschen lenkt. Ich glaubte, daβ Gott noch einen Plan für mein Leben hat, denn ansonsten hätte ich einfach sterben können.

Er kennt jeden einzelnen Gedanken und befaβt sich mit jedem auf eine besondere Weise, denn jeder ist etwas Besonderes! „Gott hat tausend Wege˝, wie das Lied sagt.

Heute, lebe ich in Australien, wo ich vor einigen Jahren als Missionar hingezogen bin. Ich hätte mir niemals vorstellen können, daß ich irgendwann für immer in diesem Land leben würde! Inzwischen, bin ich glücklich verheiratet und habe zwei Kinder. Ich bin sehr dankbar, zu dieser groβartigen Famile Christi zu gehören!

Stefanie
 

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