Physiker wird Christ
„Du hast Physik studiert und jetzt glaubst du an Gott?“. Dies ist in der Regel die Reaktion, die ich bekommen, wenn der „Grund der Hoffnung“ in mir (1. PETRUS 3:15), während einer Diskussion zur Sprache kommt (nur zur Erinnerung – Wissenschaflter wie Newton, Pascal und andere waren auch sehr gläubig und bauten ihr Leben auf das Wort Gottes auf). Es war 1994, als ein Studienkollege namens Ingo, ein geisterfüllter Christ, einen unserer Professoren fragte, wie die Evolutionstheorie und das Zweite Gesetz der Thermodynamik zusammenpassen könnten. Die Evolutionstheorie sagt, daß alles nach einem höheren Energieniveau und nach Komplexität strebt, während jedoch das Zweite Gesetz der Thermodynamik klar zeigt, daß alles nach dem niedrigsten Energieniveau und nach Zerfall strebt. Beide widersprechen sich! Man konnte fast sprichwörtlich hören, wie unser Professor nachgrübelte und versuchte, eine Antwort zu finden, was ihm jedoch nicht gelang...
All dies machte mich recht neugierig auf das, was „dieser Typ“ Ingo noch so zu sagen hatte. Ich muß hinzufügen, daß ich nie nach Gott gesucht hatte. Zudem war meine Familie auch nicht besonders religiös. Ich hatte nie darüber nachgedacht, ob Gott nun existiert oder nicht, was, soweit ich weiß, „Agnostizismus“ genannt wird. Ich hatte meine Motorräder, meine Freunde, Alkohol und ganz einfach mich selbst. Mit meiner typisch deutschen Skepsis wurde ich etwas interessiert, als ich hörte, daß die Bibel nichts über die Kindertaufe erwähnt, und daß Ingo dokumentierte, wunderbare Heilungen miterlebt hatte. Zudem war es äußerst interessant, Videomaterial über die Überreste der Arche Noah zu sehen, und anderes Beweismaterial, welches die Wahrheit der Bibel unterstützt, wie beispielsweise die Gründe, warum Tiefseefische so farbig gestaltet sind, obwohl sie in absoluter Dunkelheit leben.
Über die Jahre wurden wir gute Freunde und ich mußte feststellen, daß Ingo kein Verrückter war...Ich fing an, die Bibel zu studieren und gelegentlich mit Gott zu sprechen. Immer wenn ich Ingo und seine Frau besuchte, spürte ich in seiner Wohnung, diesen unbeschreiblichen „Frieden“. Damals war ich leidenschaftlicher Raucher. Wenn ich zu Besuch bei Ingo war, habe ich das Nikotin jedoch nie vermißt.
Während ich weiterhin auf Parties ging und mich betrank, bemerkte ich jedoch, während ich zweieinhalb Jahre lang gelegentlich die Bibel las und anderes Material studierte, wie die einzelnen „Bruchstücke“ zusammenpaßten und, wie ein Mosaik, ein Bild ergaben. Ich mußte eine Entscheidung treffen – entweder würde ich Gott auf Seinem Weg nachfolgen, oder die Chance erettet zu werden, für immer verlieren.
Es war an einem Abend im Dezember, als ich die Entscheidung traf, getauft zu werden, wie es die Bibel befiehlt. Zudem wollte ich mit dem Heiligen Geist erfüllt werden und nicht mehr mit Wein (EPHESER 5:18). Als ich aus dem Wasser herauskam, passierte zunächst nicht viel. Doch auf meinem Nachhauseweg war ich sehr glücklich, daß ich endlich getauft worden war und jetzt das letzte Stück des Mosaiks gefunden hatte. Schließlich wollte ich diesen Moment mit einer Zigarette „feiern“. Dies sollte jedoch anders enden: Als ich nach meinen Zigaretten in der Jackentasche griff, verschwand genau in diesem Moment, das Verlangen nach Nikotin blitzartig! Von einer Sekunde auf die andere wurde ich von dieser Sucht befreit! Als ich zu Hause, in meiner WG, ankam, hatte ich ein breites Grinsen in meinem Gesicht. Ein Studienkollege, mit dem ich damals zusammengewohnt hatte, konnte es überhaupt nicht glauben, daß ICH, bekannt als schwerer Raucher, von meiner Sucht geheilt worden sei. Er war sicher, daß ich in ein paar Tagen, nachdem mein „Hype“ abgeklungen sei, wieder in meine Sucht zurückfallen würde. Heute, mehr als 14 Jahre später, bin ich noch immer völlig davon befreit. Natürlich hat Gott mich - wie versprochen - auch mit Seinem Heiligen Geist erfüllt, mit dem Zeichen des Sprechens in anderen Zungen, gemäß APOSTELGESCHICHTE 2:4,38. Seitdem hat ein neues faszinierendes Leben in Jesus Christus angefangen!
JESAJA 65:1 „..ich werde gefunden von denen, die mich nicht suchten...“
Chris, Kapstadt, Südafrika

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