Und ich bekam diesen Job!

Christine, DipLang - Bordeaux, Frankreich

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Ursprünglich komme ich aus Deutschland, wo ich Christ wurde. Drei Jahre nach meiner Bekehrung ging ich als Missionarin nach Bordeaux. Obwohl ich die französische Sprache in der Schule gelernt hatte, war es am Anfang schwierig, den Akzent zu verstehen und auch, mich selbst verständlich zu machen. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie das gewesen ist, jeden Morgen das Haus zu verlassen (ich lebte mit Freunden von der Kirche), an die Türen von allen möglichen Firmen zu klopfen und zehn bis fünfzehn Mal am Tag zu sagen: „Guten Tag, ich bin Deutsche, ich suche eine Arbeit. Können Sie mir irgendetwas anbieten?” Ich tat das ein paar Wochen lang und mußte oft an meine früheren Arbeitskollegen in Deutschland denken, die immer Witze gemacht hatten und sagten: „Für den Fall, daß es für dich zu hart wird, gib einfach Bescheid, und wir senden dir kleine Päckchen…” Damals war ich meiner recht sicher und antwortete: „Macht euch keine Sorgen, ich werde einen Job finden, und wenn ich Toiletten putzen muß…” Allerdings erwies sich alles ein bißchen komplizierter, als ich es mir vorgestellt hatte. Obwohl Frankreich ein Mitglied der EU ist, war eine der ersten Fragen, die die Leute mir stellten: „Haben Sie ein Visum für einen dauerhaften Aufenthalt?” Natürlich hatte ich keines, denn man braucht einen festen Job, um sich für das Visum zu qualifizieren. Also war ich in einem Teufelskreis. Kein Visum, keinen Job. Kein Job, kein Visum.

Natürlich sprach ich mit meinen Freunden über die Situation. Sie forderten mich heraus und sagten, daß ich GLAUBEN brauche, um einen Job zu finden. Nicht die Art von Glauben, den man hat, wenn man glaubt, daß es einen Gott gibt, sondern den wirklichen GLAUBEN GOTTES... „und ruft dem, was nicht ist, als wäre es da” RÖMER 4:16-17. Ich fühlte mich hilflos, als ich bemerkte, daß es mir an genau diesem Glauben mangelte. Ich konnte ihn nicht selbst „produzieren”. Alles, was ich tun konnte, war, „im Gebet zu Gott zu rennen” und Ihn zu bitten, mir diesen Glauben zu geben. Nach einer Zeit des Gebets und der Tränen wurde ich plötzlich sehr ruhig. Da war es. Ich wußte, daß Gott mich mit einem Job versorgt hatte. Ich wußte nicht wann, wie oder wo, ich wußte einfach, daß ich einen Job finden würde.

Am nächsten Tag ging ich zu einer Transportfirma und unterhielt mich auf Deutsch mit dem Manager. Er erzählte mir, daß er viele Kunden hatte und daß er, falls er etwas von einem Job hören würde, es mich wissen lassen würde. Als ich „Auf Wiedersehen” gesagt hatte, drehte ich mich noch einmal um, gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie er meinen Lebenslauf in seine unterste Schublade schob. „Oh nein”, dachte ich, „er wird es einfach vergessen…”.

Zwei Tage später, als ich am Abend heimkam, ließen mich meine Freunde wissen, daß jemand angerufen und mich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hatte. Ich ging zu dem Vorstellungsgespräch und bekam den Job!! Außerdem erledigten sie die ganze bürokratische Arbeit für mein Visum!

Ein paar Wochen später hörte ich dann, wie sich die ganze Geschichte zugetragen hatte. Der Manager der Transportfirma hatte einen seiner Kunden besucht. Mein zukünftiger Chef traf ihn „zufällig” im Gang und klagte darüber, daß seine Sekretärin ihm gerade eben ihre Kündigung eingereicht hatte, und daß es schwierig sein würde, schnell jemanden zu finden, der englisch und deutsch sprechen könne. Der Manager der Transportfirma erinnerte sich an den Lebenslauf, den ich ihm gegeben hatte und half natürlich gerne. Zehn Minuten später hatte mein zukünftiger Chef meine Unterlagen auf seinem Tisch und rief mich an.

Preis dem Herrn!! 

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