Von Schizophrenie geheilt

Helga - Perth, Schottland

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Meine Probleme begannen, als ich zwölf Jahre alt war und eine geistige Erkrankung bekam. Ich hatte Schwierigkeiten einzuschlafen und hatte immer Angst, daß mir etwas wirklich Schlimmes passieren könnte, wie z.B. daß ich nicht wieder aufwachen würde. Ich hatte ständig negative Gedanken in meinem Sinn und es war, als ob sie von jemandem kontrolliert würden. Manchmal hörte ich sogar Stimmen, die meinen Namen riefen. Im Laufe der Zeit geriet die Erkrankung außer Kontrolle und mein Befinden schwankte zwischen viel besser und ganz schlecht. Sehr oft kam ich nicht aus dem Bett und ich war so depressiv, daß ich stundenlang die Wand anstarrte. Ich dachte sogar daran, Schlaftabletten zu nehmen, weil ich nicht mehr leben wollte.

Das ging sechs Jahre lang so dahin und wurde nach und nach immer schlimmer. Meine Gedanken sagten mir, ich sei so schlecht und schrecklich, daß Gott solch einem verdorbenen Sünder wie mir niemals vergeben würde. Da das Verhältnis zu meiner Familie nicht gut war, gab es niemanden, mit dem ich hätte sprechen können. Ich war immer eine Enttäuschung und eine Quelle von Problemen für sie. Alles was ich tat, war in ihren Augen verkehrt. Niemand wollte eine Beziehung mit mir haben, egal auf welcher Ebene; somit hatte ich überhaupt keine Freunde und niemanden, an den ich mich wenden konnte.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichte meine Krankheit ein Stadium, in dem ich anfing, Figuren zu sehen, die mich nachts verfolgten und angriffen. Auch dachte ich, daß sich die Personen auf den Bildern an meiner Wand in satanische Figuren verwandelten. Einmal schloß ich mich in mein Zimmer ein und schrie die ganze Nacht hindurch aus Angst, zu sterben. Am Morgen danach brachten meine Eltern mich in ein psychiatrisches Krankenhaus, wo ich weggesperrt wurde. Ich fürchtete mich vor jedem in meiner Familie und wurde im Krankenhaus als schizophren diagnostiziert. Dort fürchtete ich mich noch mehr.

Man gab mir große Mengen sehr starker Medikamente und fesselte mich ans Bett. Die Medikamente hatten viele Nebenwirkungen, unter anderem Spasmen, epileptische Anfälle und Gefühllosigkeit am ganzen Körper. Ich bekam diese Medikamente etwa 10 Tage lang verabreicht, und nach der Einnahme hielten die Nebenwirkungen etwa 30 Minuten lang an. Das alles machte mein Leben nur noch schlimmer. Für eine ganze Weile konnte ich mich nicht richtig bewegen und war praktisch gelähmt, obwohl ich dennoch Schmerzen fühlen konnte. Ich war gegen meinen Willen im Krankenhaus und wollte es verlassen, aber die Gerichte entschieden darüber, wie lange ich bleiben mußte. Niemand von meiner Familie oder von den Krankenschwestern unterstützte mich auf irgendeine Weise. Sie glaubten mir auch nicht, daß ich unter starken Schmerzen litt. Als es mir schließlich erlaubt wurde, das Krankenhaus zu verlassen, mußte ich täglich immer noch eine Menge starker Medikamente zu mir nehmen und regelmäßig einen Psychiater aufsuchen, der meine Medikamenteneinnahme überwachte.

Aufgrund meiner Erkrankung war ich nicht fähig, die Schule zu beenden oder zu studieren. Daher war es für mich unmöglich, eine Berufsausbildung anzustreben. Meine Eltern warnten mich, sie würden mich in die psychiatrische Klinik zurückbringen und die Rechtsanwälte würden mir meine Rechtsfähigkeit absprechen, wenn ich nicht anfinge, zu arbeiten. Daher nahm ich eine Teilzeittätigkeit als Sekretärin in einem Büro auf. Das war ein Wunder, denn normalerweise stellt niemand eine Person ein, die schon einmal in der Psychiatrie war. Ich hatte dort schon eine Weile gearbeitet, als mein Chef anfing, mir von der Bibel zu erzählen. Er sagte mir, daß Jesus heute immer noch Menschen heilt. In meinem Herzen wußte ich, daß das die Wahrheit war. Also ging ich mit ihm zu einer christlichen Versammlung. Ich glaubte, daß ich, wenn ich den Heiligen Geist empfangen würde, sofort von allen meinen Krankheiten geheilt wäre. Ich traf die Entscheidung, Gott von ganzem Herzen zu folgen. Als ich den Heiligen Geist empfing, war ich vollständig geheilt. Ich warf alle meine Medikamente weg und hatte überhaupt keine Entzugserscheinungen.

Danach war ich in der Lage, vollzeitig als Sekretärin zu arbeiten und begann ein total neues Leben. Ich habe jetzt viele Freunde, besonders in der Gemeinde; sie zeigen mir viel Liebe und kümmern sich wirklich, und ich habe eine tiefe Liebe für sie. Ich bin zweimal nach Australien gereist und studiere jetzt an der Universität in Dundee, um Krankenschwester zu werden. Ich hoffe, daß meine negative Vergangenheit mir dabei helfen wird, Mitgefühl für andere zu haben, da ich jetzt die Möglichkeit habe, einiges anders zu machen. Auch meine Eltern sehen, daß ich heute ein anderer Mensch bin und ein normales Leben führen kann. Es gab kein Wiederauftreten der Krankheit, seitdem ich Christin wurde, und mein Leben ist einfach nur besser und besser geworden. Ich bin jetzt seit sechs Jahren von meiner Krankheit befreit und werde bald eine qualifizierte Krankenschwester sein. Ich bin so froh, gerettet und Teil dieser Gemeinde zu sein, welche wirklich meine Familie in Christus ist.

Gepriesen sei der Herr für all diese Wunder.

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