Wie Gott mir eine Arbeit gab
Mein Name ist Maria Zell und ich möchte ein Zeugnis mit euch teilen über die Zeit, die ich als Missionarin in Frankreich verbrachte.
Als unsere Kirche eine Missionsarbeit in Lyon begann, waren mein Mann und ich die ersten, die dort hingingen. Während dieser Zeit hat Gott sich auf viele wundersame Wege um uns gekümmert.
Nach unserer Ankunft in Lyon lebten wir in einer Jugendherberge und mußten beide unbedingt eine Arbeit finden. Mein Mann sagte zu mir, daß ich einige Kopien meines Lebenslaufes zu unterschiedlichen Unternehmen schicken und dann zwei Tage lang Jesus Christus für Seine Sorge und Hilfe im voraus danken sollte. Dies tat ich, indem ich in der Bibel las und betete. Doch ich muß zugeben, daß ich während dieser zwei Tage viele Zweifel hatte, da ich Französisch weder sprechen noch verstehen konnte. Nichtsdestotrotz gab ich nicht auf, und während des zweiten Tages rief mich jemand von einem der Unternehmen an, die ich angeschrieben hatte, und wollte mich sprechen. Wegen meiner sehr schlechten Französischkenntnisse wäre es unmöglich für mich gewesen, irgendetwas zu sagen oder zu verstehen, daher bat ich den Empfangschef der Jugendherberge darum, zu antworten und etwas zu arrangieren! Es war eine französische Firma, und am nächsten Tag, nachdem ich mit dem Chef auf Englisch gesprochen hatte, bekam ich den Job. Ein paar Tage zuvor hatte mein Mann bereits Arbeit gefunden. Das Fantastische dabei war, daß wir beide in dem selben Industriegebiet arbeiteten, und unsere Firmen waren nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt. Gott hatte unsere Gebete in wirklich sehr kurzer Zeit beantwortet.
Jetzt, nachdem wir beide Arbeit hatten, waren wir in der Lage, nach einem Haus oder einer Wohnung zu suchen. Einige Freunde, die wir in der Jugendherberge kennengelernt hatten, ließen uns einige Adressen zukommen, und ich ging los, um mir eine davon anzusehen. Es war ein vierstöckiges Gebäude, und nachdem ich geklingelt hatte, öffnete eine nette Dame die Tür. Ich fragte sie, ob ich mit dem Hausmeister sprechen könnte. Sie sagte dann: „Oh, es tut mir leid, aber ich bin die Hausmeisterin der Gebäude hinter diesen hier.” Daraufhin fragte ich sie, ob in ihren Häusern irgendwelche Wohnungen leerstehen würden, doch sie sagte mir, daß die letzte gerade heute vergeben wurde. In diesem Moment klingelte ihr Telefon und sie ging in das Haus. Sie kam mit einem breiten Lächeln zurück und sagte: „Das ist wirklich seltsam, doch die andere Person, von der ich gerade gesprochen hatte, möchte die Wohnung nicht mehr nehmen, nun könnten Sie sie haben.“ Ich war voller Freude und dankte einfach Gott. Zwei Wochen später konnten wir in unser neues Heim ziehen. Preis den Herrn für alles, was Er tat und immer noch tut.

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